
Das alpine Steinschaf
Das Alpine Steinschaf ist eine sehr alte, ursprüngliche Schafrasse aus dem Ostalpenraum und zählt in Deutschland zu den stark gefährdeten Nutztierrassen (Rote Liste, Kategorie II).
Es gibt nur noch circa 1000 Mutterschafe und 100 Böcke.
Früher war es von den bayerischen Alpen über Salzburg und Tirol bis nach Kärnten und Slowenien weit verbreitet.
Im Laufe der Zeit wurde das alpine Steinschaf zunehmend von Hochleistungsrassen verdrängt, da es – wie viele alte Nutztierrassen – nicht auf maximale Milch-, Woll- oder Fleischleistung gezüchtet wurde. Dafür überzeugt es durch Robustheit, Genügsamkeit und seine besondere Eignung für Landschaftspflege und naturnahe Haltung.
Alpine Steinschafe sind mittelgroß und so widerstandsfähig,
dass sie ganzjährig im Freien leben können. Sie sind bestens
an unterschiedliche Wetterbedingungen angepasst und
gelten als sehr robust und wetterfest.
Typisch für die Rasse ist ihr
Aussehen: Die Lämmer werden
meist schwarz geboren,
die Wolle verändert
sich im Laufe der Zeit zu
Grau- und Brauntönen,
die an Steine erinnern.
Es gibt aber auch schwarz
bleibende oder
schwarz-weiß gefleckte Tiere.
Alpine Steinschafe sind außerdem
sehr neugierig, aufmerksam und
beweglich. Sie sind gute Kletterer
und erkunden ihre Umgebung
gerne selbstständig.




Landschaftspflege
Beweidung von Streuobstwiesen- Schafe als Landschaftspfleger!
Streuobstwiesen sind wahre Schatzkammern der Natur – sie bieten Tieren, Pflanzen und alten Obstsorten einen einzigartigen Lebensraum. Besonders ältere Wiesen sind ein Zuhause für viele Arten.
Warum das so ist? Unterschiedliche Baumarten spenden Nahrung und Unterschlupf, während das Spiel von Licht und Schatten unter den Bäumen eine bunte Vielfalt an Gräsern und Wildkräutern entstehen lässt. Eine schonende Mahd oder Beweidung schützt diese Vielfalt, da sie Pflanzen und Tieren Ruhe und Lebensraum lässt. Fallobst und ungenutzte Ernte dienen Insekten, Igeln oder Eichhörnchen als Nahrung.
Uns liegt am Herzen, dass die Streuobstwiesen, die unser Landschaftsbild prägen, als Lebensraum erhalten bleiben. Durch die Beweidung entsteht ein abwechslungsreiches Mosaik aus kurz- und langrasigen Flächen, die besonders extensiv genutzten Bereiche sind oft ein wahres Insektenparadies.
So konnte der Göttinger Forscher Dr. Herbert Nickel 2015 zeigen, dass auf alten Weiden eine erstaunliche Vielfalt an Zikadenarten lebt – denn durch die Beweidung bleibt immer genügend Pflanzenmaterial als Nahrung und Rückzugsort erhalten.
Wir möchten Bewusstsein für den aktiven Tier- und Landschaftsschutz schaffen und diese Wertschätzung weitergeben.